Effektiver Jahreszins

Eine Anlage in Tagesgeld verspricht in der Regel eine recht gute Rendite bei enormer Flexibilität. Trotzdem ist man als Anleger natürlich bestrebt, immer die Investition mit der besten Rendite auszuwählen, so dass man zwangsläufig die verschiedenen Tagesgeldkonten miteinander vergleicht. Ein einfacher Vergleich der nominellen Renditen ist dabei allerdings wenig hilfreich, weil sie nicht die Kosten und Gebühren berücksichtigen, die anfallen und eventuell den Gewinn schmälern könnten.

Ein guter Vergleichswert ist dagegen der effektive Jahreszins, weil er die nominelle Rendite und die Kosten ins Verhältnis setzt und nur die reale Wertsteigerung wieder gibt. Auf diese Weise kann man also problemlos feststellen, ob es sich bei einem Tagesgeldkonto um eine wirklich rentable Geldanlage handelt, oder ob die Konkurrenz eventuell bessere Konditionen bereit hält.

Bei Konsumentenkrediten sind die Anbieter sogar verpflichtet, den effektiven Jahreszins auszuweisen, damit die Kunden wissen, welche Kosten genau auf sie zukommen. Der effektive Jahreszins wird immer durch eine gesetzlich festgelegten Methode ermittelt und lässt somit weder beim Tagesgeld noch bei einem Kredit Spielräume zur Manipulation zu. Dies schafft Vertrauen und macht den effektiven Jahreszins zu einer wirklich guten Kennzahl, wenn man die Rendite einer Geldanlage ermitteln und mit den Konditionen von Anderen sinnvoll und aussagekräftig vergleichen möchte.

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