Bankenrettungspaket wird allmählich von den Instituten angenommen

Anfangs zierten die Banken sich sehr, staatliche Hilfen aus dem Bankenrettungspaket in Anspruch zu nehmen, weil sie einerseits einen Ansehensverlust fürchteten und darüber die strengen Auflagen der Deckelung der Manager-Gehälter nicht entsprechen wollten.

Mittlerweile hat sich dies nach Ansicht von Walther Otremba, Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, jedoch geändert, weil immerhin 20 Anträge verschiedenster Banken vorlägen. Dabei sei weder eine besondere Häufung bei öffentlichen noch bei Privatbanken zu erkennen, sagt er auf einer Tagung des Bayerischen Bankenverbands in München.

Neben bekannteren Banken wie Hypo Real Estate Bank oder die Commerzbank müssen demnach auch einige kleinere Bankinstitute das Angebot des Staates in Anspruch genommen haben. Vor allem die Zusage der Commerzbank hat einigen Banken offensichtlich ein wenig die Angst vor einer Stigmatisierung genommen. Nach Meinung von Wolfgang Sprißler, Chef der Hypo-Vereinsbank, sei die Entscheidung der Commerzbank äußerst wichtig gewesen. Er hoffe, dass sich in Kürze noch mehr Banken zu diesem Schritt entschließen.

Die Banken, die staatliche Hilfen beantragen, müssen einige Auflagen einhalten, zu denen neben der Deckelung der Managergehälter auch die Aussetzung der Dividende gehört. Gerade deshalb hatten große Institute wie die Deutsche Bank auf staatliche Hilfen verzichtet.

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