Citibank kooperationsbereit bei Lehman Entschädigung
Bisher war von wirklicher Bereitschaft zur Zusammenarbeit im Hause der Citibank nicht allzu viel zu beobachten gewesen.
Dementsprechend mussten insgesamt immerhin etwa 40 000 Citibank-Kunden bangen, wie und ob es zu einer Entschädigung nach der Pleite der US Investmentbank Lehman Brothers Treasury kommen würde. Über Monate hinweg mussten die Anleger miterleben, dass sie schlicht hängengelassen worden waren, obwohl sie eindeutig falsch beraten worden waren.
Denn inzwischen ist Lehman Brothers insolvent, das Geld der Anleger verschwunden. Im Durchschnitt haben die Kunden der Citibank, denen man zu Zertifikaten der US-Bank geraten hatte, mehr als 17000 Euro Verluste eingefahren. Mancher wünscht sich inzwischen, lieber in Tagesgeld investiert zu haben.
Eine für viele überraschende Zusammenarbeit mit der nordrhein-westfälischen Verbraucherzentrale soll nun dabei helfen, eine Entschädigungssumme von rund 27 Millionen Euro möglichst sinnvoll unter den Geschädigten zu verteilen. Die Zertifikat-Besitzer selbst sind hierbei dazu angehalten, über die Internetseiten der Verbraucherzentrale herauszufinden, ob sie im Einzelfall überhaupt Aussichten auf eine Entschädigung haben.
Schlechte Chancen haben nach dem Ermittlungssystem junge Kunden, die mit einem vergleichsweise geringen Schaden davon gekommen sind bei ihren Investitionen über die Citibank. Doch selbst die Citibank-Kunden mit Entschädigungsanspruch erhalten höchstens 80 Prozent ihrer Investitionen zurück aus dem Finanztopf. Die Verbraucherzentralen bestätigen, dass nur etwa ein Viertel aller Anleger etwas von ihrem Geld zurückerhalten werden.

