Die Dresdner Bank hat im dirtten Quartal 2008 einen Verlust von 1,2 Milliarden Euro eingefahren und damit für eine weitere Hiobsbotschaft im Finanzbereich gesorgt, die allerdings nicht mehr unbedingt überraschend war.
In den ersten 9 Monaten summiert sich der Verlust damit auf ca. 2,37 Milliarden Euro, was im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einen Unterschied von 3,228 Milliarden Euro bedeutet. Ein Sprecher der Bank nannte als Hauptgrund die Finanzkrise, da alleine die Handelsaktivitäten einen Verlust von 2,1 Milliarden Euro mit sich gebracht hätten. Würde man das Ergebnis um die Finanzkrise bereinigen, käme für das Jahr 2008 bis jetzt ein operativer Gewinn von 600 Millionen Euro heraus, heißt es weiter.
Trotz solcher Nachrichten will die Bank keine staatlichen Hilfen aus dem Rettungspaket der Bundesregierung. Ein Vorstandsmitglied der Allianz, die Noch-Eigentümerin der Dresdner Bank, Helmut Perlet, sagte, dass man eine sehr gute Eigenkapitalquote habe und deshalb nicht auf staatliche Hilfen angewiesen sei.
Es drohen jedoch schon wieder neue Probleme, denn die Dresdner Bank hat sich auch Island engagiert und muss offenbar zweistellige Millionenbeträge abschreiben. Man wird sehen, ob sich das Management der Dresdner Bank nicht vielleicht doch noch für einen teil des staatlichen Rettungspaketes entscheidet.
