EU-weites Konjunkturpaket in Höhe von 130 Milliarden Euro im Gespräch
Nach Informationen von „Spiegel.de“ plant die europäische Kommission, ein Konjunkturpaket mit einem Volumen von über 130 Milliarden Euro aufzulegen. Neben dem Haushalt der EU sollen dafür auch die Finanzen der einzelnen Mitgliedsstaaten bemüht werden.
Insgesamt sollen ungefähr 1 Prozent der europäischen Wirtschaftsleistung aufgewendet werden, um die drohende Wirtschaftskrise abzuwenden. Offensichtlich soll das Konzept am 26. November beschlossen werden und am 10. Dezember dem europäischen Rat zur Entscheidung vorgelegt werden. In Deutschland dürfte das Ganze jedoch auf wenig Anklang stoßen, weil man hierzulande europaweite Eingriffe stets abgelehnt hat.
Da auch das deutsche Konjunkturpaket verhältnismäßig klein ausgefallen ist, scheint es tatsächlich so zu sein, dass man auf europäischer Ebene von einer dramatischeren Situation ausgeht. Mit einem europäischen Konjunkturpaket könnte man allerdings das Schicksal vieler nationaler Konjunkturprogramme verhindern, denn diese könnten einfach verpuffen, wenn die Bürger das zusätzliche Geld nicht in einheimische Produkte, sondern in Importwaren stecken.
Es bleibt abzuwarten, ob das europäische Konjunkturpaket tatsächlich kommt und wenn, in welcher Ausprägung. Sollte man eine sinnvolle Zusammenstellung finden, könnte dies tatsächlich zu einer Belebung des Wirtschaftswachstums führen.

