Europäische Länder korrigieren Einlagensicherung
Das Chaos um die Einlagen der deutschen Sparer bezüglich der isländischen Krisenbank Kaupthing Edge soll spätestens in ein paar Wochen endlich vom Tisch sein.
Anleger haben dennoch nach wie vor einen Kloß im Hals, wenn sie sich für die Tagesgeldkonten ausländischer Anbieter entscheiden. Dies ist nun vermutlich im gleichen Maße Geschichte. Das Zittern um die eigenen Spareinlagen wollen vier Staaten innerhalb Europas beenden, indem sie den Anlegern der heimischen Banken (noch) bessere staatliche Obhut verschaffen durch gesetzliche Neuregelungen und Korrekturen.
Während in Island nur Einlagen bis zu einer Summe von knapp über 20 000 Euro gesichert waren, legen Österreich, die Niederland und das Vereinte Königreich beim Schutz von Kapital auf Festgeld- und Tagesgeldkonten eine Schippe nach.
In Österreich geht man sogar soweit, grundsätzlich für alle Spareinlagen eine staatliche Garantie auszusprechen. Für die Institute wie die Deniz Bank wird ab 2010 dann eine Einlagensicherung in Höhe von 100 000 Euro gelten.
Die niederländische Zentralbank sichert ihrerseits bis zur gleichen Höhe die Einlagen der heimischen wie ausländischen Kunden. Etwas hinten an steht die britische Bank of Scotland, die nur etwa 55 000 Euro Deckungssumme für den Fall einer Bankenpleite zusichert. Dafür sind auch die Zinsen eingeschlossen in die Regelung.
Eine wesentliche Veränderung ist in Österreich und den Niederlanden die neue Drei-Monats-Frist. Diese gibt vor, dass spätestens nach Ablauf dieser Frist die Einlagen zurückerstatten sind, wenn eine Bank zahlungsunfähig wird.

