HRE Aktie nach Staatseinstieg im Höhenflug
Nun wird das Worst Case Szenario im Hause der Hypo Real Estate also wohl nach und nach Realität, vor dem so viele kritische Beobachter seit Wochen warnten.
Als undenkbaren Schritt zurück in die 1980er Jahre, die Zeit vor der Privatisierungswelle in Deutschland, bezeichnen viele den Einstieg des Staates bei der bayerischern Immobilienbank Hypo Real Estate. An anderer Stelle melden sich auch die Vertreter der deutschen Steuerzahler zu Wort, weil der Staat weiterhin Unsummen für die Sanierung der HRE investieren muss.
HRE-Chef Wiandt bestätigte nämlich inzwischen, dass sein Unternehmen dringend auf weitere finanzielle Unterstützung angewiesen sei. Die genaue Höhe der staatlichen Hilfe soll nun mit den Fonds zur Bankensicherung, dem Soffin, umgehend kalkuliert werden. In den Medien wird mit einer Summe von bis zu 10 Milliarden Euro gerechnet.
Der deutsche Bund übernimmt nun nach ersten Meldungen vom Wochenende einen Anteil von rund 8,7 Prozent an der HRE, sukzessive will der Staat dann aber via Soffin die ganzheitliche Kontrolle erwirken. Wenigstens die Aktionäre der Hypo Real Estate können sich am frühen Montagmorgen freuen.
Die Aktie der HRE machte vor Börsenbeginn bereits nach einem Kurswert zum Wochenschluss einen Kurssprung um mehr als 60% auf mehr als 1,70 Euro.

