Das Bundeskartellamt hat heute einer Übernahme der Postbank durch die Deutsche Bank zugestimmt. Damit könnte das deutschlandweit größte Bankinstitut für Privatkunden entstehen, welches 24,2 Millionen Kunden auf sich vereint.
Nach Ansicht der Behörde gibt es keine Probleme, da in keinem Marktbereich eine beherrschende Stellung entstünde, wie es in der Erklärung der Sprecherin Silke Kaul heißt. Knapp ein Drittel der Postbank Aktien hatte die Deutsche Bank schon für 2,8 Milliarden Euro gekauft und sich dabei gleich Optionen auf den Rest gesichert, um eine spätere Übernahme zu ermöglichen. Es wurde allerdings auch gleich vereinbart, dass die Deutsche Bank zwei Jahre Zeit hat, die Option zu ziehen.
Auch nach der Entscheidung äußerte der Chef der Deutschen Bank, Josef Ackermann, dass die Option zwar sehr große Bedeutung habe, man jedoch noch nicht hundertprozentig sagen könne, ob sie auch genutzt würde.
Würde er allerdings darauf verzichten, käme er seinem Ziel der Neuausrichtung der Deutschen Bank nicht näher. Man darf also gespannt abwarten, wie sich dieses Zusammenspiel zweiergroßer Bankinstitute in Zukunft entwickeln wird.
