Kreditkarten in den USA mit steigenden Zinsen verbunden
Große Hoffnungen hatte US-Präsident Obama den Anlegern gemacht mit seinen gesetzlichen Regelungen. So sollten vor allem die Verbraucher mit Kreditkarten vor umgreifender Willkür bei den Zinsen schützen.
Die Rechte der Kartennutzer sollten deutlich ausgebaut werden. Doch die aktuellen Zahlen aus der Kreditkartenbranche lassen zunächst einmal nicht allzu viel vom angepriesenen Verbraucherschutz erkennen. Denn auch im Monat Mai näherten sich die von den Instituten geforderten Zinssätze erneut dem Wert an, der vor den umfangreichen Leitzins-Senkungen als durchschnittliche Größe galt.
Zu diesem Ergebnis kamen Experten bei der Auswertung der momentanen Daten der Kreditkartenanbieter. Zuletzt lag der Zinssatz im Herbst 2007 über dem derzeitigen Stand von immerhin 13,3 Prozent.
Damit liegen die Kreditkartenzinsen in den USA im Bereich der Dispositionszinsen, die hierzulande in Deutschland durchaus üblich sind, obwohl die Banken selbst inzwischen deutlich günstiger Kapital von der Zentralbank erhalten.
Die US-Zahlen im Mai lassen in gewisser Weise erkennen, dass sich die Institute nur sehr bedingt von den Forderungen des Präsidenten und anderer Politiker beeinflussen lassen. Lieber nutzen sie den Rahmen des Möglichen die Gewinne aufzubessern. Für die Analysten sind Zinsanstieg und ein Rückgang des Gesamtvolumens auf dem Kreditmarkt ein eindeutiges Indiz dafür, dass die Kreditkrise auch weiterhin ein echtes Problem darstellt in den USA.

