Landesbanken kritisieren Steinbrücks Bad Bank Modell

Das hat man nun davon: Alle gute Ansätze und Bemühungen nützen wenig, wenn sich bei den Plänen der Bundesregierung so manche Bank schlecht beraten und aufgestellt sieht.

Mit dem Konzept aus der vergangenen Woche zur so genannten Bad Bank wollte Bundesfinanzminister Peer Steinbrück endlich aufräumen im deutschen Bankensektor und den angeschlagenen Konzernen die Chancen geben, die eigenen Bilanzen auf Vordermann zu bringen und entspannter in die Zukunft blicken zu können durch die Auslagerungen toxischer Wertpapiere.

Doch schon mehren sich kritische Stimmen – insbesondere vonseiten der Landesbanken -, die besagen: Die momentanen Ansätze für die Bad Bank sind schlicht zu kostspielig. So jedenfalls sieht man es nach eingehender Prüfung bei den Experten der HSH Nordbank. Aus diesem einfachen Grund lehnt die Bank das Konzept denn auch ab.

Steinbrücks bisheriger Ansatz zur Bad Bank sieht vor, dass die Banken ihre Risikopapiere gegen 10% Abschlag an das neu zu gründende Institut weitergeben. Aus Sicht der HSH Nordbank führte diese Regelung auf direktem Wege zu erneuten Milliarden-Abschreibungen, die im Grunde nichts anderes als weitere Kosten für den Steuerzahler bedeuten könnten. Dass die Banken trotz 10%-Leistung das Risiko in voller Höhe für die Risiko behafteten Aktien tragen soll, sei nicht denkbar.

So legt die Landesbank HSH ihrerseits nun eigene Pläne vor, wie in bundesweit einheitlicher Form das Problem beseitigt werden könnte. Wie Minister Steinbrück „seine“ Bad Bank umzusetzen gedenkt, ist unklar angesichts des Widerstandes bei den Landesbanken. Denn auch aus dem Süden der Republik sind negative Statements aus den Landesbanken zu vernehmen.

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