Die EU-Kommission hat in der neuesten Studie belegt, dass rund jeder fünfte Bürger der EU kein eigenes Bankkonto besitzt. Als Vorstoß gegen diesen Missstand plant die Bundesregierung ein so genanntes Pfändungsschutzkonto.
Vor allem in Osteuropa haben viele Menschen immer noch keine eigene Bankverbindung und sind so vom bargeldlosen und somit sicheren Zahlungsverkehr vollkommen ausgeschlossen. Ohne Girokonto sind in Lettland sogar über 60 Prozent der Erwachsenen gemeldet. Während die EU ob der vielen einzelnen Staatsparlamente wie gelähmt scheint diesen Zustand nachhaltig zu verändern, will die Bundesregierung, wie oben bereits angekündigt, ein Konto schaffen, welches vor jeglichen Schuldansprüchen geschützt ist. Vor allem einkommensschwache Bürger sollten eine finanzielle Grundsicherung auf ihrem Girokonto behalten, die derzeit auf 985,15 Euro beziffert wird. Ganz generell soll der Zugang zu Bankdienstleistungen erleichtert werden, damit zum Beispiel auch die Empfänger von Hartz IV ihre Geschäfte zukünftig auch zum Beispiel von zu Hause via Onlinebanking tätigen können.
Zudem stünden solche Girokonten dann unter einem Pfändungsschutz und sind vor dem Zugriff der Inkassounternehmen geschützt. Dies soll natürlich nicht den Weg zu einem verschuldeten Dasein eröffnen, sondern die Sicherung der Grundbedürfnisse ermöglichen. Ein Girokonto ist nicht selten Bedingung um eine Wohnung oder einen Job zu bekommen.
