Reformen auf dem US-Kreditkartenmarkt kommen
Angesichts der erneut gravierenden Einbrüche bei Unternehmen wie American Express und anderen großen Kreditkartenkonzernen im ersten Quartal des Jahres 2009 will US-Präsident Obama so schnell wie möglich Reformen der gesamten Branche in die Tat umsetzen.
Allein Amex musste nun schon das sechste Mal in Folge heftige Einbrüche beim Gewinn bekannt geben im Rahmen der Bilanz-Veröffentlichungen. Um rund 63 Prozent geringer als im vorangegangenen Quartal fallen die Umsätze nun beim Branchenriesen aus. Auf nur noch knapp über 360 Millionen Dollar Überschuss bringt es das Unternehmen.
Für den ersten Mann der USA sind diese Meldungen und die Informationen darüber, dass immer mehr Verbraucher ihre Schulden nicht mehr unter Kontrolle haben, Grund genug, die Topmanager von American Express, der Bank of America und anderen Unternehmen zu sich zu rufen, um über neue Markbedingungen und Gesetze zu diskutieren.
Obama will zwar den Markt als solchen nicht abschaffen. Doch die Verbraucher müssten gestärkt werden. Mehr Transparenz soll es geben. Zudem sollen Zinssätze von bis zu 30 Prozent – wie bisher durchaus vorkommend – zukünftig nicht mehr auftreten, auch sollen so genannte Knebelverträge verboten werden.
Ohne pragmatische Reformen könnte der Kreditkartensektor in den USA weiter einbrechen, wenn die Kunden für weitere Ausfälle sorgen und somit die Umsätze rapide sinken. Aus dieser Abwärtsspirale könnte sich ein gefährlicher Kreislauf entwickeln.

