Sinkende Tagesgeld Zinsen verschaffen Unternehmensanleihen Aufmerksamkeit

Nicht nur die Deutsche Bank durfte sich gerade in dieser Woche über den regen Zuspruch der Anleger im Falle der frisch ausgegebenen so genannten Risikoanleihe freuen. Immerhin knapp 1,25 Milliarden Euro brachte die Emission in die Kasse der Nummer eins unter den deutschen Großbanken. Doch auch für viele andere Unternehmen sind die augenblicklichen Entwicklungen im Bereich der Tagesgeldkonten alles andere als negativ.

Bisher war das Jahr 2001 mit einem Gesamtvolumen von 181 Milliarden Euro bei den Industrieanleihen das Nonplusultra. Doch das Jahr 2009 wird in dieser Hinsicht alle Rekorde brechen. Denn schon zum jetzigen Zeitpunkt des Jahres ist dieser Wert um rund 40 Milliarden Euro in Europa überschritten, so die Meldungen von unterschiedlichsten Stellen des Analysesektors. Global betrachtet sieht die Lage sogar noch gravierender aus. Hier beläuft sich das bisherige Emissions-Volumen bei den Unternehmensanleihen auf mehr als eine Billion US-Dollar.

Für die Anleger, die sich bei den sinkenden Tagesgeld-Renditen derzeit lieber mit der Thematik der Firmen Bonds befassen, hat die Nachfrage jedoch einmal mehr eher negative Auswirkungen. So sinken die Zins-Aussichten bei den Anleihen stetig weiter, nachdem zeitweise Zinssätze von acht und mehr Prozent keine Seltenheit waren. Für die Anbieter hingegen ist dieser Finanzsektor seit zwei Jahren der beste Weg, um nötiges Kapital in die Kassen zu bekommen, denn die Banken haben zusehends die Vergabekriterien für Kredite verschärft.

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