Sparer vertrauen am ehesten dem Tagesgeldkonto
An manchen Dingen ändert sich eben erst dann wieder etwas, wenn sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auch in anderen Bereichen wieder zum Positiven verändern.
Dies lässt sich anhand der aktuellen Vorlieben der deutschen Sparer wieder einmal wunderbar ablesen. So bleibt das Modell Tagesgeldkonto bei den Anlegern im Lande weiterhin die gefragteste Form der Investition.
Solange die Rendite-Aussichten bei anderen Sparformen nicht deutlich besser ausfallen, vertrauen die Kunden der deutschen Bankenhäuser doch lieber fortgesetzt auf die Faktoren Sicherheit und Flexibilität, die derzeit allerorten so groß geschrieben werden. Denn auch bei Festgeld liegen die Renditen in den meistem Fällen eher im unteren Zins-Bereich.
Mit dem gravierenden Unterschied, dass die Anleger mit diesen festverzinsten Anlagemodellen natürlich weitaus weniger rasch wieder auf unerwartete Zinsveränderungen auf dem Markt der Geldanlagen reagieren können. Dies hat inzwischen nicht nur dazu geführt, dass bisherige Tagesgeldsparer weiterhin auf ihre bisherigen Entscheidungen vertrauen.
Mehr als 30 Prozent der Teilnehmer einer aktuellen Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung haben bestätigt, dass sie mit dem Gedanken spielen, ihre investierten Einlagen zugunsten eines Tagesgeldkontos umzuschichten.
Auch in anderer Sache spielt die Sicherheit derzeit die Hauptrolle. Gerade die Verbraucher, die über eher geringe Haushalte Einkommen verfügen, verzichten zum Wohle der eigenen finanziellen Sicherheit auf Spekulationen mit Aktien und Fonds, so das Ergebnis der GfK-Umfrage.
Bei 18% der Umfrageteilnehmer geht die Sorge um die Sicherheit der eigenen Einlagen sogar so weit, dass die Verbraucher sich vorstellen können, ihr Kapital sogar renditefrei Zuhause zu bunkern, bis die Zeiten auf dem Zinssektor wieder bessere sind.

