Streit um Analyse der Banken in der EU
Die Europäische Union – das zeigt die augenblickliche Debatte einmal mehr – ist eben doch nicht so homogen, wie es sich viele inzwischen vorstellten.
Im Bereich der notwendigen Bankentests innerhalb der EU ist von einer Einigkeit denkbar wenig zu spüren dieser Tage. Nun mischt sich zudem die Europäische Kommission in die Debatte um einen so genannten Stresstest ein.
Der vorgesehene Test, den die Finanzminister der EU-Staaten über den Ausschuss der Bankaufsichtsbehörden Europas umsetzen wollen, ist aus Sicht der Kommission nicht ausreichend. Er werde den jeweiligen nationalen Besonderheiten der Finanzmärkte nicht gerecht.
Deshalb seien zusätzliche Maßnahmen unerlässlich, obwohl die Ansätze der Überprüfungen durchaus wichtige Informationen über das europäische Bankensystem aufzeigen sollen. Die Kommission sieht zusätzlichen Analyse-Bedarf, um den individuellen Ka
Dieser Ansatz orientiert sich an den Verfahren aus den USA. Doch genau diese Kapitalbedarfs-Analysen für den Einzelfall lehnt die Mehrheit der EU-Mitgliedsstaaten bisher ab. Das wichtigste Argument für die Ablehnung ist ein Mangel an Vergleichbarkeit mit dem US-System. Währenddessen meldet sich auch der Internationale Währungsfonds zu Wort.
Dort kritisiert man mangelnden Ehrgeiz in der EU bezüglich der Finanzmarkt-Stabilisierung. Ähnlich wie bei der Kommission sieht man dort sehr wohl die Notwendigkeit von Einzelfall-Analysen, um die Kapitalvoraussetzungen der Banken zu erkennen.

