Tages- und Festgeld doch vor dem Zinkflug?
Erst zu Beginn der Woche gab es viele Experten und Fachportale, die ihren Lesern Hoffnung darauf machten, dass ungeachtet aller Veränderungen nach der Absenkung des europäischen und US-amerikanischen Leitzinses die Aussichten gut stünden.
Sowohl beim Tagesgeld als auch bei Festgeld-Investitionen seien Renditen über dem Durchschnitt erzielbar. Doch allmählich stellt sich heraus: Dabei scheint es sich vor allem um die sprichwörtlichen Rosinen zu handeln, die Kunden sich aus dem leicht fauligen Kuchen des Finanzmarktes picken müssen.
Für das Feldgeld beispielsweise hat sich im Schnitt einiges in negativer Hinsicht getan nach dem Einschreiten von FED und EZB. Wer sein Geld für ein Jahr anlegen möchte, erhält statt der zuletzt möglichen 4,7 Prozent ab sofort wohl höchstens um vier Prozent. Sollen die Gelder sogar nur für ein halbes Jahr im Festformat Rendite bringen, stehen kaum mehr als 3,5% in Aussicht.
Umso sinnvoller jedoch wird es in Zeiten, in denen selbst Bundesanleihen weniger als drei Prozent Rendite bringen, die aktuellen Angebote beim Tagesgeld immer wieder zu prüfen und – um beim Bild der Rosinen zu bleiben, die wirklich attraktiven Produkte aus dem Gebiet der Tagesgeldkonten auch zu nutzen, solange hier noch Renditen um fünf Prozent möglich sind.
Zugegeben: Vor der Krise waren die Vergleiche Erfolg versprechender.

