Tagesanleihe - die Banken schlagen zurück

Der Staat hatte sich eingemischt, doch „das Imperium schlägt zurück“. Banken toppen nun das angelaufene Programm Tagesanleihe der Bundesfinanzagentur nachhaltig.

Im Schnitt lagen die Zinsen für Tagesgeld bei Sparkassen bei 2,2 Prozent und bei Banken zumindest bei 3,2 Prozent. Dann startet eine Tagesanleihe, die plötzlich weit mehr Zinsen bringt und setzt so den Markt unter Druck. Nicht wenig negative und missgünstige Gegenstimmen hat es gegeben, doch schlussendlich bleibt nur der Konkurrenzkampf um König Kunde auf Basis der Konditionen, auf Basis der Zinsen. Weg von der öffentlichen Polemik und hin zur Kampfansage sagten sich wohl auch Großbanken, wie zum Beispiel die Commerzbank und auch die Dresdner Bank. Pünktlich zum Start der Tagesanleihe des Bundes erhöhten diese Unternehmen auch ihre Zinssätze und machen einem wechselwilligen Kunden abschließend die Entscheidung doch noch schwer.

Besonders deftig heizen zudem auch noch ausländische Banken den Wettbewerb an. In Sachen Einlagensicherung aber sieht es da schon wieder sehr schlecht aus. Ausländische Banken sind nur für sehr risikofreudige Anleger eine Alternative. Die Mischung aus dem bundeseigenen Angebot, den renommierten deutschen Filialbanken, dem Verbund der Sparkassen und dem zunehmenden Angebot ausländischer Banken ermöglicht derzeit schon, dass individuell beste Angebot zu finden. Dennoch sollte vergleichen und eine ausgedehnte Suchphase unbedingt zum Findungsprozess hinzu gehören.


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