Tagesgeld als Mittel zum Kundenfang

Hatte bis vor wenigen Jahren der Geldmarktzins eine Richtlinienwirkung, so machen jetzt immer mehr Banken in Sachen Tagesgeld Jagt auf Kunden - mit Kampkonditionen.

Vergleicht man das Werben der deutschen und ausländischen Banken um Kunden auf dem gemeinsamen Markt, ist der Vergleich zum Grabenkampf á la Weltkrieg Nummer 1 nahe liegend. Meter und um Meter wurde einst gekämpft und heute geht es Kunde um Kunde und das bisweilen mit Zinssätzen, die rein rechnerisch für den Anbieter an sich nicht mehr lukrativ sein können. Was dem Kunden schlussendlich nur recht und eigentlich auch egal sein kann, mag so manche Bank in eine echte Krise bringen. Die Gefahr in der Zinsschlacht unterzugehen ist groß, obwohl selbst geringste Kreditmargen auf diesem Markt schon wieder hohe Gewinne bedeuten können. Es gilt also den Marketingaufwand zu maximieren und die Quantität über die Qualität zu stellen.

Viele der deutschen Banken und Sparkassen befinden sich vor allem grenzübergreifend im argen Konkurrenzkampf, denn auch ausländische Banken drängen verstärkt mit neuen, aber auch altbewährten Konzepten auf den Markt. Im Zusammenspiel mit den hohen Marketingkosten, den stetig steigenden Habenzinsen und den anwachsenden Kapitalrücklagen zur Einlagensicherung ist das eine Spirale, die auf Dauer nur die besten Institute durchhalten können. Profitieren tut noch der Kunde, bis die Blase platzt und immer mehr Anbieter immer schneller vom Markt verschwinden werden müssen.


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