Der Ton wird rauer und der Kampf wird mit härteren Bandagen ausgeführt. Im Kampf um Tagesgeld-Kunden schalten sich immer mehr ausländische Unternehmen ein.
Niedrigpreise und Hochzinsen. Das sind die Geschütze mit denen immer mehr ausländische Finanzunternehmen in Sachen Tagesgeld erbarmungslos auf den deutschen Markt feuern, um den deutschen Anleger für sich zu gewinnen. Bei den einen ist es gnadenloses Marketing und die anderen versuchen sich an einer Umschichtung. Weg von Kreditkunden, wegen der anhaltenden Finanzkrise, hin zu Anlegern. Aus Island kommen 5,5 Prozent Zinsen, aus Luxemburg sogar stolze 6 Prozent und auch der deutsche Marktführer comdirect ist mit 4,75 und einer neuen Vertriebsstrategie (die dann sogar ebenfalls 6 Prozent offeriert) auch ganz vorne mit dabei. Natürlich verlangen die Anbieter immer noch bestimmte Bedingungen und Mindesteinlagen vom Kunden, aber auch in dieser Frage ist viel Bewegung und täglich ändert sich die Lage.
So mancher Bank geht bei diesen harten Kalkulationen und dem harten Kundenkampf am Markt schon mal die eigene Marge verloren und Gewinne lassen sich nicht mehr durch Qualität erzielen, sondern nur noch nach Quantität, was wiederum dem Marketingaufwand deutlich erhöht. Eine Spirale, der sich nicht alle Unternehmen entziehen können. Tagesgeld ist eine wankelmütige Angelegenheit und bedarf seitens des Anlegers eine sowohl schnelle, als aber auch eine durch Wissen fundierte und somit lukrative Entscheidung. Eine aufwendige Marktbeobachtung über einen längeren Zeitraum ist bei der häufig wechselnden Angeboten nicht unbedingt ratsam, sondern eher das gezielte Auswählen kurzweiliger Angebote und das Ausnutzen von Tagesgeld mit hohen, garantierten Zinssätzen.
