Tagesgeld gibt es jetzt auch vom Staat
Mit einem brandneuen Produkt der Bundesfinanzagentur steigt jetzt sogar die Bundesrepublik in den Kampf um Tagesgeldkunden ein.
3,70 Prozent Zinsen ist eine verlockende Rendite und das besonders, wenn hinter diesem Angebot für Tagesgeld ein wirklich sicherer und mehr als vertrauenswürdiger Anbieter steht. Wenn gleich dieser Anbieter bislang in Sachen Tagesgeld noch nicht in Erscheinung getreten ist, so ist doch zumindest die Vertrauensbasis im Volk stark verankert, handelt es sich doch um die Bundesrepublik an sich. In Form der Bundesfinanzagentur platziert sich nun auch ein staatliches Organ an der Tagesgeldfront und bringt seine „Zinsgeschosse“ in Stellung.
Natürlich mehren sich vor allem im Bereich der renommierten Banken und auch bei den Sparkassen, die zu den klassischen Tagesgeldanbietern gehören, die negativen Gegenstimmen und der Protest. Mit dem angeblichen Sonderstatus der staatlichen Finanzagentur sei eine Wettbewerbsverzerrung beim Tagesgeld eingetreten und die gleichen Bedingungen aller Anbieter seien nicht gegeben. Auch Stimmen aus der Fraktion der CDU/CSU protestieren und halten diesen Vorstoß für „ordnungspolitisch äußerst bedenklich“.
Ganz anders Finanzexperten und natürlich Verbraucherschützer. Dieses Tagesgeld wird von der breiten Masse begrüßt und ragt mit dem offerierten Zinssatz von 3,70 Prozent deutlich aus der Masse vieler privater Anbieter von Tagesgeld weit hinaus. Vater Staat kann also offenbar doch anders, als sich bei den Bürgern immer nur zu bedienen.

