Tagesgeld-Träume: Einstweilen Schnee von gestern

An allen Ecken des Marktes brechen ganz allmählich die Angebote mit guten Zinsenerträgen für die Bankkunden. Außer bei den Krediten, dort gegen wenigstens nach Meinung einiger Interessenverbände die Kostensenkungen für die Unternehmen und Privatkunden nicht rasch genug in den Keller.

Doch beim Tagesgeld ist die Tendenz eindeutig erkennbar: Es geht bergab. Das liegt zu einem großen Teil auch an der Art und den Konditionen, wie sich die Banken untereinander Geld leihen, so die Stimmen aus dem Bankensektor. Die Höhe der Zinssätze beim Tagesgeld und beim Festgeld werden etwa davon bestimmt, welche Zins Unternehmen wie die Internet-Bank Euribor für Kredite an Banken festlegt.

Dort rangiert der Zinssatz derzeit nur knapp ein halbes Prozent über den Leitzins. So sinken auch die Aussichten für den Verbraucher, mit der Eröffnung eines Tagesgeldkontos ordentlich was dazuzuverdienen. Superangebote als Neukunden-Vorteil sind inzwischen fast Fehlanzeige Viel mehr als ein Zinssatz von 3,0 Prozent ist im Durchschnitt mittlerweile nicht mehr realistisch, auch wenn einige Banken Angebote mit befristeten Offerten um fünf Prozent aufrecht erhalten.

Nach Ablauf der Garantie-Fristen sind oftmals sogar weniger als zwei Prozent für die Stammkunden keine allzu große Verlockung. So wundert es kaum, dass immer mehr Tagesgeld-Nutzer mit mehreren gebührenfreien Tagesgeldkonten jonglieren und immer dorthin springen, wo gerade die besten Konditionen locken.
Doch dies wird immer schwieriger, da sich die Banken zunehmend einander annähern. Selbst bei den Direktbanken.

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