Schwer zu glauben das vor einigen Monaten ein Zinssatz von 3 Prozent noch eine lukrative Tagesgeldanlage war. Heute ist das nicht mehr so und Anleger orientieren sich täglich neu.
Um einen Kunden für Tagesgeld zu begeistern muss der Zinssatz mindestens bei 4 Prozent liegen. Dann muss aber auch der restliche Service schon super sein, denn selbst 4 Prozent ist heutzutage schon sehr wenig, pendelt doch der Topzins zwischen 5 und 6 Prozent. Geschickte Anleger springen bei den häufig wechselnden Zinsen lustig zwischen den einzelnen Anbietern hin und her. Für faule Menschen ist dieses Tagesgeld-Hopping allerdings nichts, denn täglich können die Konditionen bei einer anderen Bank zu einem weiteren Sprung veranlassen. Am Ball bleiben ist also die Devise bei Tagesgeld und das erfordert tägliche Aufmerksamkeit.
Vor allem der Neukundenstatus ist nicht selten genau das, was einen nochmals erhöhten Zinssatz ausmacht und somit Tagesgeld noch mal interessanter macht. Als Kunde kann man also immer wieder verbesserte Konditionen mitnehmen und nach Ablauf der Anlagezeit mit seinem Kapital wechseln. Der Boom beim Tagesgeld ist auch der EZB zu verdanken, denn sie war es auch, welche die Zinsen in der letzten Zeit mehrfach erhöht hatte. Schlecht für Kreditnehmer, aber Anleger jubilieren bei jeder neuen Tagesgeldanlage, die abgeschlossen werden konnte. Und an neuen Angeboten mangelt es sicher nicht, denn auch aus dem europäischen und internationalen Ausland drängen immer mehr Banken auf den deutschen Markt und offerieren immer neue Zinsdimensionen in Sachen Tagesgeld.
