Verbraucher sehen sich bei der Geldanlage in der Pflicht
Eine Sache, die durch die Wirtschaftskrise scheinbar ausgelöst wurde, ist das bisher seltene Bewusstsein, dass jeder Kunde selbst maßgeblich an der Informationsbeschaffung beim Geldanlegen beteiligt sein sollte.
Weg vom passiven Kunden, der sich berieseln lässt in Beratungsgesprächen bei der Hausbank. Hin zu mehr Aktivität, die mindestens genauso zur Transparenz beiträgt wie die neuen Richtlinien, die den Finanzexperten vorschreiben, wie ausführlich Gespräche und Beratungen für Kunden stattfinden müssen.
Auch wenn die Privatkunden einer Umfrage des Unternehmens TNS Infratest zufolge durchaus mit der vorherrschenden Qualität der Beratung bei Banken und anderen Anbietern von Finanzprodukten zufrieden sind.
Öfter genannt wird jedoch eben jene persönliche Pflicht, für die eigenen Belange ein Interesse zu entwickeln und eigenständig Informationen zu sammeln, um auf diese Weise einen möglichst guten Überblick über die verschiedenen Alternativen auf dem Markt zu erlangen. Das gilt für Fonds genauso wie für das bewährte Sparbuch.
Dieses Vorgehen wird auch einem weiteren Wunsch der Anleger gerecht. Beratungshonorare wollen die meisten Anleger nicht bezahlen, wenn sie mit ihrem Geld Investitionen tätigen. Um solche Produkte ausfindig zu machen, braucht es schon ein wenig Hintergrundwissen, dennoch noch fallen in vielen Bereichen versteckte Gebühren und Honorare an, die durch Vergleiche ähnlicher Geldanlagen fast immer vermeidbar sind.

