Ist das Tagesgeld überhaupt eine empfehlenswerte Geldanlage?
Das Verhalten privater Anleger hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert. Die Zeiten, in denen Ersparnisse auf Sparbüchern gehortet worden, sind längst vorbei. Stattdessen wird bewusst in andere Anlageformen investiert, um somit erheblich bessere Renditen erzielen zu können. Dementsprechend ist es auch nicht verwunderlich, dass sich etliche Privatanleger die Frage stellen, ob es sich überhaupt noch lohnt, auf
Tagesgeld zu setzen - schließlich handelt es sich hierbei um eine Anlageform, die dem klassischen
Sparbuch in gewisser Hinsicht sehr ähnlich ist.
Diese Frage ist auf jeden Fall berechtigt, schließlich ist es in der Tat so, dass es Anlageformen gibt, mit denen attraktivere Renditen erzielt werden können. Insbesondere Aktien- und Rentenfonds werden bei den privaten Anlegern immer beliebter. Dennoch hat auch das Tagesgeld seine Daseinsberechtigung, wie im Folgenden aufgezeigt werden soll.
Zunächst einmal ist das
Tagesgeld vor allem deshalb eine sehr attraktive Anlageform, weil es dem Anleger ein hohes Maß an Flexibilität einräumt. Letztendlich kann er eine Verzinsung erzielen, ohne eine längerfristige Bindung eingehen zu müssen. Tagesgeldanlagen können umgehend getätigt werden: Eine kurze Umbuchung vom Girokonto auf das
Tagesgeldkonto reicht aus, damit das Kapital entsprechend verzinst wird. Gleichzeitig ist es so, dass das eingezahlte Kapital jederzeit abgezogen und reinvestiert werden kann. Professionelle Anleger bezeichnen diese Vorgehensweise auch als „parken“ - ihr Kapital wird zwischenzeitlich geparkt und erwirtschaftet dabei eine Rendite.
Außerdem dürfen die
Tagesgeldzinsen nicht unterschätzt werden. In Anbetracht der Tatsache, dass man über sein Tagesgeld jederzeit verfügen kann, ist die Verzinsung mehr als angemessen. Mittlerweile werden von einigen Banken Tagesgeldkonten angeboten, mit denen bessere Renditen als mit
Festgeldanlagen oder
Geldmarktfonds erzielt werden können.
Des Weiteren können entsprechende Tagesgeld Anlagen besonders günstig bzw. sogar kostenfrei getätigt werden. Heute gibt es kaum noch Banken, die den Inhabern von Tagesgeldkonten Gebühren, wie zum Beispiel Kontoführungsgebühren oder Transaktionsgebühren, in Rechnung stellen. Gegenüber alternativen Anlageformen, wie beispielsweise Geldmarktfonds, wo Transaktionskosten und ggf. sogar Ausgabeaufschläge zu entrichten sind, stellt das einen immensen Vorteil dar.