Legt man Geld an, spielt neben der möglichen Rendite auch die Sicherheit der Geldanlage eine entscheidende Rolle. Schließlich hat kein Anleger ein Interesse daran, seine Einlage zu verlieren. Beim Tagesgeld greifen gleich mehrere Mechanismen, die Anleger vor dem Verlust des eingezahlten Kapitals schützen und das Tagesgeldkonto so zu einer sehr sicheren Geldanlage machen.
Verrechnungskonto schützt vor unbefugtem Zugriff
Der Zahlungsverkehr zum und vom Tagesgeldkonto, also Ein- und Auszahlungen, sind in der Regel nur über ein Verrechnungskonto möglich, das Referenzkonto. Dieses Referenzkonto muss bei der Tagesgeldkonto Eröffnung angegeben werden und ist üblicherweise das normale Gehalts- bzw. Girokonto. Verschafft sich nun jemand unbefugten Zugriff auf das Tagesgeldkonto des Anlegers, kann er lediglich Geld zum vorher angegebenen Referenzkonto transferieren und nicht auf Konten Dritter.
Gesetzliche Einlagensicherung schützt in Krisenzeiten
Unbefugter Zugriff auf das Tagesgeldkonto ist nicht das einzige Risiko eines Anlegers. Was passiert, wenn die Bank pleite macht, bei der man das Tagesgeld angelegt hat? Hier greift die gesetzliche Einlagensicherung, die seit dem 01.01.2011 EU-weit einheitlich 100.000 Euro je Anleger beträgt und die Einlage innerhalb dieses Rahmens zu 100 Prozent absichert. Vorher waren es 50.000 Euro zu 100 Prozent und bis zum 30.06.2009 betrug der gesetzliche Einlagenschutz lediglich 20.000 EUR, und das nur zu 90 Prozent.
Freiwillige Einlagensicherungsfonds für noch mehr Sicherheit
Über die gesetzliche Einlagensicherung hinaus sind die meisten deutschen Banken in freiwilligen Einlaganeischerungsfonds organisiert, die Kundengelder bis zu mehreren Millionen, gar Milliarden schützen. Die Einlagensicherungsfonds der Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken etwa schützen Kundeneinlagen grundsätzlich zu 100 Prozent. Der Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes Deutscher Banken, dem nahezu alle bekannten deutschen Privatbanken angehören, schützen die Gelder eines jeden Anlegers zu 30 Prozent des Eigenkapitals der betreffenden Bank. Weist eine Bank in Ihrer Bilanz also ein Eigenkapital von 5 Mrd. Euro aus, beträgt die Einlagensicherung für jeden Tagesgeldkonto Inhaber dieser Bank 1,5 Mrd. Euro. Die Tagesgeld Sicherheit ist also meist so hoch gewährleistet, dass ohnehin kaum ein Anleger diese hohen Summen einzahlen könnte.
Sicherheit ausländischer Tagesgeld Anbieter
Innerhalb der EU und insbesondere in Deutschland sind Einlagen auf Tagesgeldkonten ausreichend geschützt. Gerade bei ausländischen Tagesgeld Anbietern sollte man der Sicherheit zuliebe jedoch nicht mehr Geld anlegen, als der gesetzliche Einlagenschutz umfasst, mögen die Zinsen noch so hoch sein. Möchte man ein Tagesgeldkonto außerhalb der EU eröffnen, ist es ratsam, sich vorher mit der Bank selbst und auch dem Staat beschäftigen und die wirtschaftliche Lage analysieren und die Regelungen zur Einlagensicherung prüfen. Ergeben sich hier Zweifel, sollte man lieber bei einer anderen Bank weniger Rendite aber mehr Sicherheit für das Tagesgeld mitnehmen. Was in Deutschland und in der EU gilt, muss nicht zwangsläufig weltweiter Standard sein.
Ganz gleich, ob man sich für einen Tagesgeld Anbieter in der EU oder einem Ausland außerhalb entscheidet, einen Punkt sollte man bedenken. Sollte es zu einem Entschädigungsfall kommen, kann es Schwierigekeiten mit der Verständigung geben. Schließlich wird nicht überall auf der Welt zwangsläufig deutsch oder eventuell auch noch englisch gesprochen.
