In den vergangenen Jahren haben sich mit der zunehmenden Verbreitung des Internets auch die Geldanlagen verändert. Statt immer nur auf die klassische Geldanlage Wertpapier zu setzen, offerieren Banken dem Anleger zunehmend Angebote, die durch einen Mix aus Flexibilität und hoher Rendite punkten. Eine dieser Geldanlagen ist das Tagesgeld. Ursprünglich von Filialbanken eher belächelt, hat es sich in der Vergangenheit zu einem ernst zunehmenden Produkt entwickelt, dessen Stärke für den Anleger vor allem in der Möglichkeit des täglichen Zugriffs auf sein Kapital besteht.
Was ist Tagesgeld?
Bei der Geldanlage Tagesgeld bzw. dem Tagesgeldkonto handelt es sich um ein simples Sparkonto, welches am ehesten mit dem allseits bekannten Sparbuch vergleichbar ist. Es wird Geld auf dieses Tagesgeldkonto eingezahlt, was in der Regel über ein sogenanntes Refernzkonto geschieht. Dieses Sparguthaben wird anschließend von der Bank verzinst. Eine Mindesteinlage ist bei einem reinen Tagesgeldkonto nicht vorgesehen, so dass die anntraktive Verzinsung bereits ab den ersten eingezahlten Cents greift.
Tagesgeld Vorteile
Neben den bereits angesprochenen Grundzügen beim Thema Tagesgeld, kann die Geldanlage aber noch mit ganz anderen Vorteilen punkten. Einer der großen Pluspunkte ist sicher die kostenlose Kontoführung. Statt wie bei anderen Finanzprodukten mit Gebühren rechnen zu müssen, bleibt das Tagesgeldkonto immer im Plus. Neben dem Verzicht auf Mindestlaufzeiten wirkt sich natürlich die tägliche Verfügbarkeit positiv auf die Bilanz des Tagesgeldkontos aus. Statt nur im begrenzten Rahmen vom angelegten Kapital zu profitieren, ist der Zugriff jederzeit möglich.
Und noch ein Pluspunkt zeichnet das Tagesgeld aus – das Guthaben kann jederzeit erhöht werden. Egal, ob nur zwischen zwei langfristigen Geldanlagen oder für einen etwas längeren Zeitraum – durch die Flexibilität arbeitet verfügbares Kapital sinnvoll, statt auf dem Girokonto an Wert zu verlieren. Was kann das Tagesgeldkonto noch? Viel – sofern man sich für die richtige Variante entschieden hat. Zinsgutschriften mehrmals pro Jahr erhöhen die Rendite über die Zinseszinsen und durch die tägliche Berechnung der Zinsen verliert der Anleger auch bei außerplanmäßigen Entnahmen keinen Euro.
Welche Voraussetzungen müssen für das Tagesgeld erfüllt werden?
Um die Geldanlage Tagesgeld nutzen zu können, sind in der Regel nur wenige Voraussetzungen zu erfüllen. Grundsätzlich sollte der Kontoinhaber 18 Jahre alt sein, um einen rechtswirksamen Vertrag einzugehen und seinen Wohnsitz in Deutschland haben. Zudem ist für die Abwicklung des Zahlungsverkehrs, sprich für Abbuchungen bzw. Gutschriften auf dem Tagesgeldkonto, ein sogenanntes Referenzkonto erforderlich. Im Allgemeinen reicht an dieser Stelle das Girokonto aus.
Schufa-Klausel
Weiterhin setzen nahezu alle Banken voraus, dass der Kontoinhaber mit der Übermittlung seiner Daten an die Schufa Holding einverstanden ist. Deshalb ist in den meisten Verträgen für ein Tagesgeldkonto auch die Schufa-Klausel zu finden, der zugestimmt werden muss.
Sind diese Voraussetzungen erfüllt, steht der Geldanlage Tagesgeld eigentlich nichts mehr im Weg.
Tagesgeldkonto eröffnen – bei der Hausbank oder Tagesgeld online anlegen?
Geld als Tagesgeld anlegen kann man auf zwei verschiedene Arten. Zum einen kann man die Bankfiliale des Vertrauens aufsuchen und dort ein Tagesgeldkonto eröffnen, was in der Regel ohne Wartezeit möglich ist. Zum anderen kann man aber auch im Internet schauen und das Tagesgeldkonto online eröffnen. Vorteil hier: mit einem Tagesgeld Vergleich kann sich der Anleger einen besseren Überblick über die verschiedenen Angebote verschaffen – eine größere Auswahl steht zur Verfügung und es müssen nicht mehrere Banken aufgesucht werden, um das beste Tagesgeldkonto zu finden.
Tagesgeld online mit höherer Rendite
Ein weiterer Vorteil, den das Tagesgeld online mit sich bringt, ist die höhere Rendite gegenüber Filialbanken – so zumindest die Regel. Das resultiert daraus, dass Direktbanken reine Onlinebanken sind und keine teuren Filialnetze unterhalten müssen. Diese Kostenersparnis legen Direktbanken auf die Bankprodukte um und können ihren Kunden so bessere Konditionen bieten.
Identitätsnachweis bei der Kontoeröffnung
Die Legitimation bzw. der Identitätsnachweis erfolgt bei den Filialbanken in Form von Vorlage des Personalausweises oder des Reisepasses. Bei den Direktbanken ist es hingegen so, dass aufgrund des fehlenden Filialnetzes das so genannte Post-Ident Verfahren zum Einsatz kommt. Bei dieser Form der Legitimation sucht der Antragsteller eine Postfiliale auf, wo ein Postmitarbeiter gegen Vorlage des Personalausweises oder des Reisepasses auf einem speziellen Formular die Identität beglaubigt und dieses unmittelbar an die Bank weiterleitet.
Tagesgeld Kosten – fallen Gebühren für das Tagesgeldkonto an?
Reine Tagesgeldkonten werden in der Regel kostenlos geführt, vor allem bei Direktbanken, so dass weder für Kontoeröffnung, -führung, Kontoauszüge, Verfügungen etc. irgendwelche Gebühren anfallen – so lange alles online gemanagt wird. Lässt man sich hingegen Kontoauszüge auf dem Postweg nach Hause schicken, können dafür schon einmal die üblichen Zustellgebühren anfallen.
Aufpassen bei Tagesgeld Kombi-Angeboten (Depot, Girokonto, Kreditkarte)
Grundsätzlich ist ein Tagesgeldkoto kostenlos. Schließt man dieses aber in Verbindung mit einem Depot, Girokonto oder einer Kreditkarte ab, muss man sich die Gebührenstruktur für das angeschlossene Produkt näher ansehen. Bei Girokonten können beispielsweise monatliche Kontoführungsgebühren berechnet werden, wenn ein bestimmter monatlicher Mindestgeldeingang auf dem Girokonto nicht erreicht wird. Für Kreditkarte oder Depot könnte etwa eine Jahresgebühr anfallen, die sich negativ auf die Tagesgeld Rendite auswirken können.
